150 Jahre Kameradschaft MARIAPFARR

1870
27. Dezember: Gründung des "Ersten Lungauer Militärveteranenvereines" mit Sitz in TAMSWEG. Zu seinem Einzugsgebiet gehörten die meisten Gemeinden des Lungaues mit Ausnahme von ST.MICHAEL, ZEDERHAUS und MUHR. Mitglied konnte nur werden, wer kaiserlich-königlichen Militärdienst geleistet hatte.
Das Protektorat über diesen Verein hatte Seine Durchlaucht Erzherzog LUDWIG VIKTOR, ein Bruder des Kaisers FRANZ JOSEPH. Er hatte seinen Wohnsitz im Schloss KLEßHEIM bei SALZBURG.
Zweck des unter dem Dachverband "k.u.k. Österreichischen Kriegervereins" gegründeten Militärveteranenvereines war die Unterstützung von in Not geratenen Mitgliedern und deren Hinterbliebenen. Es gab Arzt-, Medikamenten- und Kurkostenersatz oder Beihilfen und die Gewährung von Darlehen. Weiters wurde für verstorbene Kameraden das "Letzte Geleit" mit militärischen Ehren organisiert und die Pflege der Kameradschaft gefördert.
1895
25-jähriges Bestandsjubiläum des Militärveteranenvereines und Weihe einer neuen Vereinsfahne.
1899
Die Bitte der Filiale MARIAPFARR, eine eigene Vereinsfahne aus Vereinsmitteln anzuschaffen, wurde abgelehnt. Die Filialen MARIAPFARR und MAUTERNDORF könnten bei besonderen Anlässen und schönem Wetter jederzeit die Vereinsfahne ausleihen.
1901
Die alte Vereinsfahne (Fahnenweihe war am 21. März 1871) wird den beiden Filialen MARIAPFARR und MAUTERNDORF zur Verfügung gestellt. Diese Fahne ist aus Altersgründen sehr renovierungsbedürftig und wird von der Kameradschaft in MAUTERNDORF ehrenvoll verwahrt.

1903
Anschaffung und Weihe einer eigenen Vereinsfahne der Filiale MARIAPFARR.

1905
Pfarrer Josef LACKNER aus MARIAPFARR und Alois LANKMAYER, vlg. ZECHNER in GÖRIACH, werden Ehrenmitglieder des Militärveteranenvereines.
1906
Vereinsvorstand: 7 Mitglieder aus TAMSWEG, 3 Mitglieder aus MARIAPFARR (Matthias LANKMAYER - Thomalwirt, Anton LERCHNER - vlg. MOAR in GUTRATH, Matthias SCHREILECHNER, vlg. HIASN in FERN) und 3 Mitglieder aus MAUTERNDORF.
1907
Erzherzog Ludwig Viktor legt die Funktion des Protektors zurück, der Verein trat dem Salzburger Veteranenbund bei.
1911
Der Militärveteranenverein zählt 469 Mitglieder.
1912
Matthias SCHREILECHNER aus MARIAPFARR wird zum Ehrenmitglied ernannt.
1914
Die Filialen MARIAPFARR und MAUTERNDORF wählen eigene Vereinsausschüsse, halten eigene Jahreshauptversammlungen ab und kommen von nun an selbst für die Ausgaben auf. Somit wurde die endgültige Trennung vom Hauptverein in TAMSWEG vollzogen.
1918
In der Pfarre waren als Folge des 1. Weltkrieges 100 Gefallene zu beklagen: GÖRIACH 19, MARIAPFARR 30, PICHL 11, ST.ANDRÄ 13, STEINDORF 6, WEIßPRIACH 7 und ZANKWARN 14! PICHL, STEINDORF und ZANKWARN waren damals eigene Gemeinden. Das letzte Opfer aus den Kriegsfolgen verstarb 1923.
1920
Die beiden ehemaligen Filialen des Militärveteranenvereines wurden mit je 5.000,- Kronen vermögensmäßig einvernehmlich abgefunden. (Quelle: Oberschulrat Hans GUGGENBERGER, "Geschichte des Kameradschaftsbundes TAMSWEG")
1922
Am 1. Oktober kam es zur Neugründung des „Kriegervereines Mariapfarr“. Im Kassabuch scheinen Gründungsbeiträge von 235 Spendern in der Höhe von 1.016.500,- Kronen auf. Der Verein wurde konsolidiert. 226 Kameraden waren Mitglieder. Am 19. November wurde in einer öffentlichen Versammlung mit großer Mehrheit beschlossen, im Friedhof an der Apsis der Kirche, ein Denkmal für die Gefallenen zu errichten.

1924

Zum Gedenken an die 100 gefallenen Kameraden der Pfarrgemeinde wurde am 7. September 1924 das Kriegerdenkmal eingeweiht. Es war von Herrn Pfarrer Josef MÜHLBACHER entworfen und modelliert worden, worauf es in der Marmorindustrie KIEFERSFELDEN (BAYERN) vom akademischen Bildhauer Johann WÜHR aus Untersberger Marmor herausgehauen wurde.
1928
28Die 25-jährige Fahnenweihe wird am 14. Oktober begangen. Fahnenmutter ist die ZECHNER-Bäuerin in GÖRIACH. Dem Kameraden Anton LERCHNER wird für besondere Leistungen um den Verein ein Ehrendiplom mit Urkunde überreicht. Sie ist unterzeichnet von Obm Josef SEITLINGER, Hptm Alois LANDSCHÜTZER, Schriftführer Alois LANKMAYER und StvHptm Franz LÜFTENEGGER.
1929
Am 9. August wurde das von der Alpenvereinssektion WIENERLAND der Gemeinde GÖRIACH gewidmete Kriegerdenkmal von Pfarrer Dr. Georg OBERKOFLER eingeweiht. Es wurde später im Zuge des Kirchen- und Schulbaues abgetragen und an der Ostseite der Kirche wiedererrichtet.
1935
Anlässlich einer Ausschusssitzung am 1. September wurde bereits die Wiedererrichtung der Schützenformation ins Auge gefasst. Obmann war damals Josef SEITLINGER, vlg. DENGG in WEIßPRIACH.
Bei der Generalversammlung am 29. September wurde u. a. die Abhaltung eines Kriegerballes für 1. Oktober festgesetzt: Beginn um 10:00 Uhr mit Kirchgang und Gebet beim Kriegerdenkmal, hernach erfolgte die Eröffnung des Balles. Eintrittspreis 50 Groschen für Mitglieder, 1 Schilling für Nichtmitglieder. Auch über die Wiedererrichtung einer Schützenformation wurde informiert.
In dieser Versammlung wurde auch Beschwerde über die Verwendung der "Kriegerglocke als Sterbeglocke für jedermann" geführt. 1936 wurde im Einvernehmen mit Pfarrer Dr. OBERKOFLER die Glocke wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt.
1938
Stilllegung: Am 13. März 1938 erfolgte der Anschluss an DEUTSCHLAND. In der Ausschusssitzung, am 24. April, legten Obmann Josef SEITLINGER und Hauptmann Alois LANDSCHÜTZER, vlg. KÜHBARN in STRANACH, und auch andere ihre Funktionen nieder. Für den 22. Mai wird daraufhin eine außerordentliche Vollversammlung mit Neuwahl angesetzt. Bei dieser wurden die Rücktritte abgelehnt.
Im Juli wurde der Kriegerverein in den NS-Reichskriegerbund eingegliedert und ein Kameradschaftsführer ernannt.
Am 31. Juli wurde nach einer Ausschusssitzung mit der „alten“ Vereinsfahne der letzte Gang zum Kriegerdenkmal gemacht, hernach nach GÖRIACH marschiert und die Fahne "im ZEHENTHOFE feierlichst hinterlegt". Der Kameradschaftsverein war de facto stillgelegt.
Die Führung der „Kriegerkameradschaft MARIENPICHL“ blieb in den Kriegsjahren nahezu in der alten personellen Zusammensetzung. Allerdings wurden bestimmte Funktionen mit einigen der damaligen Zeit entsprechenden Benennungen wie „Schriftwart“, „Kassenwart“, „Propagandawart“, „Sozialwart“ usw. ergänzt. Die Mitglieder wurden neu geworben, da es andere Kriterien für die Aufnahme gab.
1945
In der Pfarre waren als Folge des 2. Weltkrieges 168 Gefallene oder Vermisste zu beklagen: GÖRIACH 28, MARIAPFARR 93, ST.ANDRÄ 36 und WEIßPRIACH 11!
1949
Wiedergründung: Nach 11 Jahren der Stilllegung wurde am 26. Mai beim THOMALWIRT in MARIAPFARR eine Versammlung unter dem Vorsitz des "Gewesenen Obmannes des Kriegervereines MARIAPFARR", Herrn Josef SEITLINGER, abgehalten. Es wurde beschlossen, "sobald als möglich und es Seitgesetzlich tunlich ist“, einen Kameradschaftsverein aufzustellen und die Beschaffung von entsprechenden Satzungen zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt war weder der Österreichische Kameradschaftsbund noch der Salzburger Kameradschaftsbund existent. Beide wurden erst später gegründet, da die Bildung von Kameradschaftsvereinen zu diesem Zeitpunkt von den Alliierten verboten war.
Es wurde - trotz Verbotes - die Wahl einer Vereinsleitung durchgeführt. Josef SEITLINGER, vlg. DENGG in WEIßPRIACH, wurde zum Obmann, Michael LÜFTENEGGER, vlg. FINGERLOS-Sohn in STRANACH, zum stellvertretenden Obmann gewählt. Zum Hauptmann wählte man Hans SEITLINGER, vlg. BARTEI in TSCHARA, zu seinen Stellvertretern Johann MACHEINER, vlg. SCHNEIDER in SEITLING, Jakob FINGERLOS, vlg. URSTIFT in MARIAPFARR, und Alois LANKMAYER, THOMALWIRT in MARIAPFARR. Letzterer wurde zugleich zum Geschäftsführer bestellt.
In einer Ausschusssitzung am 11. September wird mit der Musikkapelle die musikalische Umrahmung der Begräbnisse von Mitgliedern der Kameradschaft vereinbart. Als Pauschalvergütung leistet der Verein einen Beitrag von 2 Schilling (S 5,- Jahresbeitrag) pro Mitglied im Nachhinein. Zusätzlich erhält die Kapelle bei den Leichenfeiern 1 Fass Bier und „das übliche Brot hiezu". Kann dieses nicht von den Angehörigen aufgebracht werden, so springt auch hier der Verein ein. Der Ball wurde am 23. Oktober nach dem Kirchgang und dem Gedenken beim Kriegerdenkmal abgehalten ("Erträgnis" S 590,-).
In der Sitzung vom 10. Dezember kam auch das Verhältnis zwischen alten und jungen Kriegern zur Erörterung. Es wurde allgemein zum Ausdruck gebracht, dass hier eine "einige Zusammenarbeit“ am Platze sei.
1950

In der Ausschusssitzung am 12. März wird eine Bepflanzung des "TOTENGASSL" beschlossen. Für jeden Gefallenen der beiden Weltkriege soll ein Birkenbäumchen gepflanzt werden. Betreffs der Aufbringung der Bäumchen und der Pflöcke sollte an die Angehörigen herangetreten werden, was auch getan wurde.
Diese Birkenallee wurde unter dem Eindruck der Kriegs- und Nachkriegszeit auch als "HELDENALLEE" bezeichnet.
Die Sicherheitsdirektion SALZBURG verbietet am 28. Juli gem. Beschluss des Alliierten Rates jede Tätigkeit der Kameradschaftsvereine, was in MARIAPFARR nur sehr sporadisch eingehalten wurde.
Glockenweihe am 14. und 15. Oktober für die Pfarrkirche und die Filialkirchen in ALTHOFEN und WEIßPRIACH. Die Fa. OBERASCHER lieferte die 6 Glocken: "St. Rupert Glocke", "St. Laurentius Glocke", "St. Jakobs Glocke", "St. Thomas Glocke", "St. Georgs Glocke" und die "Hl. Maria Glocke".
Nach einer Weihestunde für die Vermissten und Gefallenen der Pfarrgemeinde läutete am Abend des 15. Oktober die Krieger Glocke zum ersten Mal. Die anderen Glocken folgten nach 10 Minuten. Die Fenster der Häuser waren mit brennenden Kerzen geschmückt. Von den umliegenden Bergen wurden 12 Höhenfeuer als Gruß an die Gefallenen an allen Fronten entzündet.

1951 In der Ausschusssitzung am 17. Juni beschloss man an die Firmen BOGENSPERGER, PICHL, und FUNKE, ST.ANDRÄ, heranzutreten, sie mögen für die Fahrten zu Ausrückungen ihre Lastautos zur Verfügung stellen.
21. Juli: Gründung des Österreichisches Kameradschaftsbundes.
1952
Unter Leitung von Bgm. Johann PRODINGER fand eine Beratung über den Ausbau der Annakapelle zur Krypta und zum Kriegerdenkmal statt. 2 Projekte standen zur Diskussion: a) Krypta b) Ergänzung des bestehenden Denkmales.
Alois LANKMAYER und Sepp FELLACHER schlugen die Errichtung eines neuen Friedhofes vor, um die Zugänge zur Gruft ohne besondere Schwierigkeiten schaffen zu können. Auch die Bürgermeister von MARIAPFARR, GÖRIACH und ST.ANDRÄ sprachen sich dafür aus. Es gab einen einstimmigen Beschluss zur Errichtung einer Gedenkstätte.
Alois LANKMAYER ist nun 25 Jahre Geschäftsführer der Kameradschaft. (inkl. der Stilllegungszeit!)
Am 25. April erfolgte die offizielle Wiedergründung des Salzburger Kameradschaftsbundes, dessen erster Obmann Sepp SCHÖPP (1952-1974) war.
1953
Eine Vermissten-Suchaktion des Roten Kreuzes (Versammlung, Erhebung mittels Fragebögen) wurde gestartet. Am 20. September fand eine Versammlung der Angehörigen von Gefallenen des Zweiten Weltkrieges statt.
Abstimmung über das Kriegerdenkmal: 32 für Annengruft, 20 für die Ergänzung, 8 Enthaltungen.
1955
Rundschreiben vom 7. März 1955 von den Bürgermeistern PRODINGER, SCHRÖCKER, ZEHNER und GAHR, Pfarrer MAIER und Denkmal-Ausschuss-Obmann KLAUSHOFER: Das Denkmal des Ersten Weltkrieges wird tiefer gesetzt, erneuert und um die Gedenktafeln der 160 Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkrieges erweitert. Die Annenkapelle wird als Krypta zur Kriegergedächtnisstätte ausgebaut.
2. August: Das Proponenten-Komitee des Österreichischen Kameradschaftsbundes, Landesverbandes Salzburg, Kameradschaft Mariapfarr beantragt die „Nichtuntersagung“ des Vereines und legt Statuten an die Vereinsbehörde vor.
17. - 18. September: Weihe der Kriegergedächtnisstätte MARIAPFARR (Annenkapelle und Krypta). Dies wird verbunden mit dem 50-jährigen Jubiläum der „Kriegerfahne“. (Das Jubiläumsjahr war eigentlich bereits 1953) Der Festakt wird in der ULNÖTZ gefeiert.
Programm für Samstag: Empfang auswärtiger Festgäste, Heldenehrung, Weihe der Krypta und des Kriegeraltares durch Weihbischof Dr. Johannes FILZER, Fackelzug und Höhenfeuer, Festversammlung und Kameradschaftsabend.
Sonntagvormittag: Heilige Messe in der Krypta für alle Vermissten, Empfang auswärtiger Festgäste, Weihe des Kriegerdenkmales (Ergänzung) und Heldenehrung. Festzug, Feldmesse in der ULNÖTZ, Festansprachen, Bänderverleihung. Defilierung vor der Fahne und den Ehrengästen auf dem Weiherplatz.
Sonntagnachmittag: Samson-Umzug und kameradschaftliches Beisammensein in den Gaststätten mit Konzert der Musikkapellen.
Sonntagabend: Heldenmesse für alle Gefallenen in der Krypta.
Landesobmann Sepp SCHÖPP berichtet am 19. September an Alois LANKMAYER: "Bin gestern mit dem Weihbischof über einige Zwischenstationen gut in Salzburg gelandet. Ich darf der Kameradschaft MARIAPFARR und vor allem dem Festausschuss für die vorbildliche Gestaltung dieses Festes noch einmal herzlich danken.
1956
14. Oktober: In der Generalversammlung wird mitgeteilt, dass die zum neuerstandenen Bundesheer eingerückten Soldaten selbstverständlich als ordentliche Mitglieder aufgenommen werden.
1957
Die ersten Reservisten des Bundesheeres traten der Kameradschaft MARIAPFARR bei.
1958
12. Oktober: In der Generalversammlung wurden der Obmann Josef SEITLINGER, sein Stellvertreter Michael LÜFTENEGGER und der Geschäftsführer Alois LANKMAYER bestätigt. Hauptmann war damals Balthasar ZALLER.
1959
Am 27. Mai verunglückt Wachtmeister Matthias BAUER aus MARIAPFARR durch eine fehlerhafte Sprenggranate am Truppenübungsplatz HOCHFILZEN. Die zu früh detonierende Granate eines Granatwerfers verletzte 17 Soldaten. Der am Schießen nicht direkt beteiligte Wm BAUER wird am schwersten verwundet und stirbt am 1. Juni. Das Begräbnis fand in MARIAPFARR mit militärischen Ehren statt.
Im Ausschuss gibt es eine Missstimmung mit dem Geschäftsführer. Ursache ist die Abhaltung des Balles beim ÖRGLWIRT der Fam. SANTNER.
1961
Die Gemeinde ST.ANDRÄ beschließt in der Sitzung vom 7. Dezember die Errichtung einer Kriegergedenkstätte. Die 400 Jahre alte BINGGLKAPELLE musste einem Straßenbau weichen, der Neubau soll zu einer Kriegergedächtniskapelle ausgebaut werden.
1962
Die Mitglieder aus ST.ANDRÄ beantragen, dass bei Begräbnissen auch eine Musikbegleitung erfolgen soll, was provisorisch beschlossen wurde. Im Protokoll wird erstmals die Abhaltung eines Maskenballes erwähnt.
1963
9. Juni: Weihe der Kriegergedächtniskapelle in ST.ANDRÄ. Der Bau wurde durch Spenden der Bevölkerung ermöglicht. Die Familie BINGGL fühlt sich auch mit der neuen Kapelle traditionell eng verbunden und sorgt für die Sauberkeit und den Blumenschmuck im Bereich des gesamten Kriegerdenkmales.
1967
BreitschaedelDer langjährige Obmann Josef SEITLINGER legte bei der Generalversammlung am 8. Oktober nach rund 40 Jahren seine Funktion zurück. Zum neuen Obmann wurde Herbert BREITSCHÄDEL, vlg. PERNER in BRUCKDORF gewählt. Stellvertretende Obmänner sind Josef HUTEGGER und Adolf LERCHNER, vlg. SEIFTER in ST. ANDRÄ. Geschäftsführer: Alois LANKMAYER, THOMALWIRT. Josef SEITLINGER wird einstimmig zum Ehrenobmann ernannt.
1968
Am 24. Februar verunglückt der zum Präsenzdienst eingerückte Fritz PETRITSCH im Dienst. Fritz war in INNSBRUCK als Kraftfahrer und Funker beim Stabsbataillon 6 eingeteilt. Er verstirbt nach einem Kfz-Unfall bei KLAUSÄUELE im hinteren STUBAITAL durch Ersticken im Schnee. Fritz wurde am 29. Februar in MARIAPFARR mit militärischen Ehren beigesetzt.
8. Dezember: Außerordentliche Generalversammlung und gleichzeitig „Gründende Versammlung zur Wiederaufstellung einer Schützenformation" in MARIAPFARR. Gemäß Protokoll müssen die Schützen Teil der Kameradschaft bleiben. Der Kameradschaftsverein sorgt in den Gründerjahren für die Rekrutierung, Ausrüstung und Ausbildung der Schützen.
Erster „Kriegertag“ in GÖRIACH unter dem StvHptm Johann BAUER, vlg. BRAML.
1969
Die Kameradschaft ermöglicht bei vielen Ausschusssitzungen die Aufstellung des Schützenzuges.
Bei der Jahreshauptversammlung am 26. Oktober wurden mittels Stimmzettel gewählt. Zum Hptm: Balthasar ZALLER, Zum StvHptm: Peter LERCHNER und Leonhard MACHEINER. Fhr: Rupert LERCHNER, StvFhr: Peter GAHR, Peter PRODINGER und Adolf KOCHER.
1970
Die Aufstellung des Schützenzuges erforderte weitere Ausschusssitzungen im ersten Halbjahr. Am 24. Mai fand das Gründungsfest des Schützenzuges statt.
Die Jahreshauptversammlung am 14. Oktober wählte den bisherigen Vorstand für weitere 3 Jahre. Der Mitgliedsbeitrag beträgt unverändert öS 25,-. Die verwitterte Schrift des Kriegerdenkmales wurde restauriert.
1971
Gertraud LERCHNER und Aloisia PRODINGER wurden als Marketenderinnen gewonnen. 43 Kameraden rücken zum 100-jährigen Gründungsfest nach ST.MICHAEL aus.
1972
Der Obmann der Schützen beantragte beim Kameradschaftsverein erfolglos ein Komitee, das die Einkleidung der Musikkapelle mit Schützenuniformen betreibe. Der Mitgliedsbeitrag wird auf ös 30,- erhöht.
1977
Marketenderinnen der nächsten Jahre: Flora SCHITTER und Waltraud PICHLER. Danach folgen Veronika LERCHNER und Maria ZEHNER.
1978
lankmayerAm 5. November stirbt Alois LANKMAYER, der durch 50 Jahre die Geschicke des Vereines als Geschäftsführer wesentlich mitgestaltet hat. Die Geschäftsführung übernimmt Georg MACHEINER, vlg. DASLER in ALTHOFEN.
Bei der Ausschusssitzung am 3. Dez. 1978 wurde beschlossen, zu Weihnachten die Kameraden über 75 Jahre wieder mit 2 Flaschen Wein zu beschenken sowie einen Maskenball am 13. Jänner abzuhalten. Plakate dafür wurden gleich für 3 Jahre bestellt. Wegen der Sammlermoral wurde darauf gedrängt, die Mitgliedsbeiträge von öS 50,- ehebaldigst einzuheben sowie bei den auswärtigen Mitgliedern mittels Erlagschein zu kassieren. Es wurde beschlossen, im Vereinsjahr 1978/79 kein Wiesenfest und kein Schofaufbratln abzuhalten. Die Protokollführung wurde bis zur Neuwahl eines Geschäftsführers von Sepp FELLACHER übernommen.
1979

Ausrückung zur Bezirkskonferenz und dem 90-jährigen Gründungsfest nach MUHR, zum 120-jährigen Bestandsjubiläum in ALTENMARKT und zum Landesdelegiertentag nach HALLEIN mit fünf Delegierten. Weiters wurden ein Kameradschaftsball und ein Maskenball veranstaltet.
Obmann Herbert BREITSCHÄDEL wird Stv Bezirksobmann. Als Bezirksdelegierte werden 7 Kameraden vorgeschlagen: Herbert BREITSCHÄDEL, Georg MACHEINER, Leonhard KÖßLBACHER, Franz MACHEINER, Simon MANDL, Raimund JÄGER und Peter GAHR. Bei der Generalversammlung nahmen 130 Kameraden teil.
Der Vorstand setzt sich aus Obmann Herbert BREITSCHÄDEL, 1. StvObm Peter GAHR und 2. StvObm Josef HOLZER zusammen. MARIAPFARR ist mit 425 Kameraden derzeit die zweitstärkste Kameradschaft des Lungaues.

1980
70. Geburtstag der Herbergsmutter, Frau Rosa LANKMAYER. Neuwahl der Hauptmänner und Fähnriche: Hptm Peter LERCHNER, StvHptm Leonhard MACHEINER und Adolf LERCHNER. Fhr Rupert LERCHNER, StvFhr Balthasar KÖßLBACHER, Peter PRODINGER und Johann SCHITTER, nachdem Josef BOGENSPERGER die Wahl nicht angenommen hat. Der langjährige Fähnrich Peter GAHR scheidet aus.
Ärger bereiten die unkoordinierten Auftritte der Fähnriche bei Begräbnissen und die mangelnden Hüte bei den Reservisten. Marketenderinnen sind Gabi LAßHOFER, geb. MACHEINER und Michaela KÖSSLBACHER, geb. RESCH.
1981
Dieses Jahr bringt gute Ergebnisse bei den Landes Skimeisterschaften und beim Milizschießen. Gemeinsam mit den Schützen wurde ein erfolgreiches Wiesenfest veranstaltet. Dem Geschäftsführer wurde eine jährliche Abgeltung von öS 2000,- zugesprochen.
1982
21 Ausrückungen zu festlichen Anlässen und Begräbnissen. Es werden Abordnungen zu Bezirks-, Landes- und Bundesveranstaltungen entsandt. Die Landes Skiveranstaltung in ANNABERG wurde mit gutem Erfolg beendet. Am FANNINGBERG wird eine Landesskimeisterschaft vorbereitet.
1983

Geistl. Rat Pfarrer Johann MAIER wird zum erzbischöflichen Konsistorialrat ernannt. Die TMK GÖRIACH umrahmt zum ersten Mal die Jahreshauptversammlung, da die TMK MARIAPFARR verhindert ist.
In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurde im TOTENGASSL eine vom Tischlermeister Alois PICHLER gestaltete, schön geschnitzte Gedenktafel aufgestellt. Kaspar BAUER füllt die Lücken der Allee mit neuen Birken und betreut die Allee.
Neuwahlen: Hptm Peter LERCHNER scheidet aus gesundheitlichen Gründen aus. Zum Nachfolger wurde Leonhard MACHEINER, zu StvHptm Peter FERNER, Adolf LERCHNER und in Abwesenheit Balthasar ZALLER gewählt. Bei der Wahl der Fähnriche kam es zu heftigen Diskussionen, da die bei der Kameradschaft gewählten Fähnriche auch bei anderen Vereinen diese Tätigkeit ausüben. Dadurch entstanden oftmals Konflikte durch Terminkollisionen. Es konnte aber eine Einigung erzielt werden. Die Fähnriche Rupert LERCHNER, Josef LANSCHÜTZER, Johann SCHITTER und Anton SANTNER wurden bestätigt.
Die Fahnenmutter, Frau Rosa LANKMAIER vlg. ZEHNERBÄUERIN in GÖRIACH, ist leider verstorben. Daher wurde ihre Schwiegertochter, Frau Gertrude LANKMAIER gebeten, die Nachfolge der Patenschaft zu übernehmen. Sie nahm das Ehrenamt an!

1984
4. Mai: Angelobung von 750 Jungmännern auf dem Sportplatz in MARIAPFARR.
Am 27. Juni verstirbt Alois SCHWAIGER jun. im Rahmen einer Bundesheerübung bei einem Flugzeugabsturz. Das Begräbnis findet mit militärischen Ehren in MARIAPFARR statt. In der Nacht auf den 7. Juli überschütteten unbekannte Täter das Kriegerdenkmal mit blauem Kunstharzlack. Die Fa. ASCHBACHER aus MAUTERNDORF übernahm kostenlos die Reinigung und Wiederinstandsetzung.
1985
Für die verunglückten Soldaten des Flugzeugabsturzes von 1984, unter ihnen auch Alois SCHWAIGER, wurde in ROTHENSTEIN/KÄRNTEN ein Denkmal nahe der Absturzstelle errichtet. Dieses wurde später wegen der leichteren Erreichbarkeit für die Angehörigen in die KHEVENHÜLLER-Kaserne nach KLAGENFURT-LENDORF verlegt. An der Einweihungsfeier nahm unter Führung des Bürgermeisters Othmar PURKRABEK auch eine starke Abordnung aus MARIAPFARR teil.
1986
Der Kassabericht ergab einen Überschuss, der darauf zurück zu führen war, dass der Verein zu keiner auswärtigen Veranstaltung ausrückte. Es wird bekräftigt, dass nach der Grundzusammenlegung wieder die Kameradschaft für die Pflege der Birkenallee im TOTENGASSL zuständig ist. Es wurde angeregt eine neue Fahne zu beschaffen.
1987
Am 27. Juni stirbt der Hauptmann Leonhard MACHEINER aus LINTSCHING. Bei der Neuwahl wurde Hptm Adolf LERCHNER, zu StvHptm Alois SCHITTER, Anton SCHILCHER und Balthasar KÖSSLBACHER gewählt. Es wird festgelegt, dass beim Tod eines Kameraden am Denkmal die Trauerflagge zu hissen ist. An den Obmann, der gleichzeitig auch Bezirksobmann ist, wurde das goldene Ehrenzeichen verliehen.
1990
120-jähriges Jubiläumsfest mit Fahnenweihe: Festversammlung am 14. Juli beim THOMALWIRT. Ehrengäste: BH Dr. Robert KISSELA, die Bgm. Balthasar LASSACHER, Hermann BOGENSPERGER, Anton ZEHNER und Alois SANTNER. Die beiden Fahnenpatinnen Gertrud LANKMAIER und Gertrud BAYR. Die Trachtenmusikkapelle unter Alfred SLOWAK.
Ablauf: Sa, 14. Juli: Heldenehrung und Festversammlung beim THOMALWIRT. So, 15. Juli: Festakt Grußworte durch Landesobmann Karl RÖCK, Obst Johann RIEDER, Bgm. Balthasar LASSACHER. Die Festansprache erfolgte durch den BH Robert KISSELA. Fahnenweihe und Übergabe der neuen Fahne durch die Fahnenmutter Gertrude BAYR an die Kameradschaft. Es kommt der Vorschlag, die alte Fahne in einer Glasvitrine in der St. Georgs Kapelle auszustellen. Bgm. LASSACHER bedauerte, dass die Gemeinde keine geeigneten Räumlichkeiten für die Fahne habe.
Der Mitgliederstand ist auf Rekordhoch. 541 Kameraden, davon 45 Kriegsteilnehmer, zählt die Kameradschaft. Die Bundesvereinigung der Tapferkeitsmedaillenbesitzer Österreichs verlieh dem 95-jährigen Josef HÖNEGGER das Bundesehrenkreuz in Gold. Dies wurde durch die Kameradschaft feierlich übergeben.
1991
Jakob MACHEINER, BRUCKDORF, hat kostenlos eine Vitrine für die historische Fahne in der Georgs-Kapelle angefertigt. Am 25. August erfolgt die Installierung des neuen Pfarrers Josef MATZINGER. Bald danach folgt eine Aussprache bezüglich der Begräbnisse in ALTHOFEN: Es wird festgelegt, zuerst die Messe in der Pfarrkirche, dann die Beerdigung in ALTHOFEN abzuhalten.
Die bisherigen StvObm GAHR und HÖTZER legen ihre Funktionen zurück. Die Bestätigung des Obm ist einstimmig, die der StvObm erfordert längere Diskussionen, erfolgt aber einstimmig. Josef PETZLBERGER und Anton SAGMEISTER werden gewählt.
1992
Der Obm ersucht um mehr Teilnehmer bei der Wallfahrt nach MARIA PLAIN. Auch bei den lokalen Ausrückungen soll der Kameradschaftsbund der zahlenstärkste Verein sein. Es wurde der Antrag eingebracht, dass ältere Kameraden mit der Jubiläumsmedaille in Gold für 50 Jahre geehrt werden sollen. Mitgliederstand: 516 Kameraden.
1993
4. Juli: 25-jähriges Priesterjubiläum von Pfarrer MATZINGER, 8. August: 100-Jahr Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr MARIAPFARR mit Zeugstätten-Einweihung, 14. August: Der von der Musikkapelle RAMINGSTEIN veranstaltete Seilzieh-Bewerb wurde vom den Kameraden unter dem Kommando von Sepp RAINER gewonnen. 24. Oktober.: 70. Geburtstag von Obmann BREITSCHÄDEL.
Es wurde der Vorschlag gemacht, dass am Kameradschaftstag in GÖRIACH auch die Fahne dorthin ausrückt und von einem Kameraden aus GÖRIACH getragen wird. Es wurde die Anschaffung einer Vereinsflagge diskutiert, jedoch war man sich über die Gestaltung nicht einig.
1994
Die Zusendung der Vereinszeitung Kameradschaft-Aktiv wird diskutiert. Es gibt den Vorschlag verstorbene Kameraden von der Friedhofskapelle um den Weiher in die Kirche zu tragen, was vorläufig nicht weiter verfolgt wird. Dank ergeht an Hans MOSER, der immer das Eichenlaub für die Ausrückungen besorgt.
1995
Man einigte sich auf öS 3.000,- Musikpauschale bei Begräbnissen. Aufgrund der Erhöhung der Musikkosten wurde der Mitgliedsbeitrag einstimmig von öS 80,- auf öS 100,- erhöht. Laut Beschluss des Landesverbandes werden die Zeitungen Kameradschaft-Aktiv nunmehr per Post zugesandt und nicht mehr über die Vertrauensmänner verteilt.
Die beiden Kassenprüfer waren nicht anwesend, deshalb gab es auch keine Entlastung für den Geschäftsführer. Der Geschäftsführer gab daraufhin bekannt, dass er bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren werde.
1996
Änderung der Begräbnisordnung: Der Pfarrer will die Aussegnung beim Kirchenportal vornehmen. Die Kameradschaft wird aber trotzdem die verstorbenen Kameraden wie üblich am Ortseingang mit der Musikkapelle empfangen und zur Kirche begleiten. Der Pfarrer wünscht die Prozession für das Erntedankfest nicht nach ALTHOFEN sondern in die ULNÖTZ. Mitgliederstand: 531, davon 76 Kriegsteilnehmer.
1997
SAGMDer Obmann Herbert BREITSCHÄDEL verabschiedet sich nach 30 Jahren als Obmann und tritt zurück. Neuwahl des Vorstandes: Obm Anton SAGMEISTER, StvObm Johannes BAYR, GF Georg MACHEINER. Mitgliederstand: 540, davon 74 Kriegsteilnehmer.
Im LUNGAU sind derzeit 3.200 Mitglieder in 12 Kameradschaften organisiert. 85 % sind Reservisten und 15 % sind noch Kriegsteilnehmer. Nach dem Ableben von Präsident Eugen TITTLER soll Johann WIRRER zum neuen Präsidenten des Salzburger Kameradschaftsbundes gewählt werden. Mariapfarr hat derzeit 6 Delegierte für den Delegiertentag.
1998
Verleihung des Landeswappens durch den Landeshauptmann an den Salzburger Kameradschaftsbund. Das Vereinsgeschehen der Kameradschaft sollte vermehrt in der Zeitung „Kameradschaft Aktiv“ dokumentiert werden. Alois PLANITZER wurde beauftragt, die Berichterstattung für die Zeitung Kameradschaft-Aktiv zu übernehmen. Ernennung von Herbert BREITSCHÄDEL zum Ehrenobmann.
Die Musikkapelle GÖRIACH beschließt, dass bei Begräbnissen in GÖRIACH immer die Trachtenmusikkapelle GÖRIACH spielt. Beschluss der Kameradschaft: Bei einem Todesfall eines Reservisten während der Präsenzdienstzeit rückt die Kameradschaft aus. Für „Längerdienende Soldaten“ gilt dies nur, wenn sie Mitglied der Kameradschaft sind.
Am 7. Dezember stirbt der langjährige Hauptmann Adolf LERCHNER.
1999
Am 25. Juli kommt Martin LANKMAYER aus GÖRIACH während seines Wachdienstes in der STRUCKER-Kaserne TAMSWEG auf tragische Weise, durch Waffenwirkung ohne Eigenverschuldung, ums Leben.
2000
SCHILCHERNeuwahl der Hauptleute: Zum Hauptmann wird Anton SCHILCHER, zu StvHptm Balthasar KÖßLBACHER und Alois SCHITTER gewählt.
Das Landes-Ehrenzeichen/Silber erhält Geschäftsführer Georg MACHEINER im Rahmen der Friedenswallfahrt nach MARIA PLAIN.
2002
Der Mitgliedsbeitrag wird von öS 150,- auf € 12,- umgestellt. Der Obm der Trachtenmusikkapelle betonte, dass es bei Begräbnissen schwierig sei, „spielbar“ zu sein. Zur Aushilfe wurde ein Austausch der TMK GÖRIACH und der MK ST.ANDRÄ verabredet.
2003
Aktivitäten: Weihnachtsfeier in der STRUCKER-Kaserne, Bezirks Delegiertentag in MARIAPFARR, 80-Jahrfeier in SEETAL. Mitgliederstand: 542, davon 47 Kriegsteilnehmer. Der Vorstand wurde bestätigt.
2004
Erstmals konnte Bgm. Franz DOPPLER bei der JHV begrüßt werden. Auch bei der Hohen Geistlichkeit Wechsel von Josef MATZINGER auf den neuen Pfarrer Mag. Bernhard ROHRMOSER. Othmar PURKRABEK schlägt vor, die jungen Mitglieder zur JHV einzuladen und dort vorzustellen.
Die Musikkapellen der Pfarrgemeinde können bei Begräbnissen unter der Woche trotz Aushilfen nicht mehr mit voller Besetzung zu spielen. Es spielt in Zukunft nur mehr ein kostenpflichtiges Quintett. Neuwahl der Fähnriche: Fhr Andreas MOSER, StvFhr Anton SANTNER, Johann SCHITTER und Albin LERCHNER.
2006
Der langjährige Geschäftsführer Georg MACHEINER und der StvHptm Alois SCHITTER legen ihre Ämter zurück. Neu gewählt wurden: Zum Geschäftsführer Ing. Horst SCHARFETTER und zum StvHptm: Karl PÖLLITZER.
2007
Alt-Geschäftsführer Georg MACHEINER wird zum Ehrengeschäftsführer ernannt. Eine Sanierung des Kriegerdenkmals ist erforderlich. Wer von den zu ehrenden Kameraden beim Kameradschaftstag unentschuldigt abwesend ist, bekommt in Zukunft keine Auszeichnung ausgehändigt. Mitgliederstand: 522, davon 28 Kriegsteilnehmer.
2013
Am 20. Jänner findet eine Volksbefragung zum Thema Wehrpflicht statt. Die Befragung ergibt ein Ergebnis für die Beibehaltung der Wehrpflicht. Die Allee am TOTENGASSL wird bereits seit vielen Jahren dankernswerter Weise von Rupert LERCHNER gepflegt. Diesmal sind wieder 7 Birken zu pflanzen.
2014
Die Böllerkanone wurde generalsaniert. Die militärische Allerseelenfeier in TAMSWEG wird wegen der Gerüchte um die Kasernenschließung sowie dem mangelnden Interesse der Bevölkerung ausgesetzt. Rupert LERCHNER regt an, das Kriegerdenkmal im Zuge der Kirchensanierung zu restaurieren.
2015
Helferschichten bei der Sanierung der Friedhofsmauer. Die historische Kameradschaftsfahne muss aus der „ÖRGNKAPELLE“ entfernt werden, da die Krypta zum Andachtsraum umgebaut wird. (Die Krypta wurde 1955 als Kriegergedenkstätte gewidmet!) Mangels eines geeigneten Fahnendepots wird die Fahne bis auf weiteres vom StvHptm Bernhard MOSER privat verwahrt.
Neuwahl des Vorstandes: Obm Ing. Anton SAGMEISTER, StvObm Ing. Johannes SINGER, GF Ing. Horst SCHARFETTER, Hptm Anton SCHILCHER, StvHptm: Bernhard MOSER, Karl PÖLLITZER, Balthasar KÖßLBACHER.
2016
Die Kameradschaft leistete viele Stunden anlässlich der Kirchenrenovierung. Die Restaurierung der Statue des HL. JAKOBUS am „Anna-Altar“ wurde von der Kameradschaft mitfinanziert. Die Kameradschaft beschließt, im Jahr 2020 eine Jubiläumsveranstaltung abzuhalten. Der Musikverein verspricht, die Feier zu unterstützen. Die sechs noch lebenden Kriegsteilnehmer sind: Paul BAUER, Johann ERNST, Matthias HARRER, Paul JÄGER, Peter LANSCHÜTZER und Wilhelm WIELAND.
2017
Der Mitgliedsbeitrag wird auf € 15,- erhöht. Anton SAGMEISTER ist 20 Jahre Obmann der Kameradschaft. Aus gegebenem Anlass appelliert der Pfarrer an die Einhaltung der vereinbarten Sitzordnung in der Kirche und schlägt einen Ordnerdienst bei kirchlichen Festen vor.
Auf Initiative des StvHptm Karl PÖLLITZER wurde das Kriegerdenkmal in GÖRIACH renoviert und in Zuge des Kameradschaftstages am 5. November durch Pfarrer Bernhard ROHRMOSER eingeweiht.
2018
Die SKB-Landesskimeisterschaften werden am FANNINGBERG durchgeführt. Die Pfarrkirche wird in einem Festakt zur "Basilica minor" erhoben. Die Kameradschaft bewirtet Festgäste am WIESENEGGER-Grund. Der langjährige Geschäftsführer Ing. Horst SCHARFETTER stellt seine Funktion zur Verfügung. Bei der Neuwahl des Vorstandes wird der bisherige Vorstand bestätigt, zum Geschäftsführer für die nächsten 3 Jahre wird Richard EHRENREICH und zum Kassier wird Josef BOGENSPERGER gewählt. Simone DORFER und Anita PFEIFENBERGER sind die derzeitigen Marketenderinnen.
2019
Die Kameradschaft modifiziert ihre Statuten, die von der Vereinsbehörde genehmigt werden. Fhr Albin LERCHNER und der StvFhr Johann SCHITTER, der 40 Jahre in dieser Funktion tätig war, legen ihre Funktionen zurück. Bei der Neuwahl wird Manfred KOCHER zum Fhr, Johann LERCHNER und Manfred BOGENSPERGER zu StvFhr gewählt.
Drei Kameraden, Peter LANSCHÜTZER, Paul BAUER und Matthias HARRER, werden mit der selten verliehenen Jubiläumsmedaille in Gold für 70-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.
Die Kameradschaft steht in den Vorbereitungen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu „150 Jahre Kameradschaft MARIAPFARR“ und „50 Jahre Wiedergründung der Historischen Schützenkompanie Mariapfarr“.
2020

In der Kameradschaft MARIAPFARR sind derzeit über 500 Mitglieder ideell vereinigt. Die Kameraden kommen überwiegend aus den vier politischen Gemeinden unserer Pfarrgemeinde. Die Wappen der Gemeinden GÖRIACH, MARIAPFARR, ST.ANDRÄ und WEISSPRIACH schmücken unsere Fahne und dokumentieren die Verbundenheit.

Vom 29. - 31. Mai waren die gemeinsamen Jubiläumsfeiern anlässlich "150 Jahre Kameradschaft und 50 Jahre Wiedergründung der Historischen Schützen" mit einer gemeinsamen, dreitägigen Festveranstaltung geplant. Aber die von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie lassen im Jahr 2020 keine öffentliche Veranstaltung dieser Größenordnung zu.

Die Jubiläumsfeiern finden daher mit einer Festveranstaltung im Rahmen der Jahreshauptversammlung im verkleinerten Rahmen statt.

Die Chronik der Kameradschaft MARIAPFARR (©r.eh) stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar! Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge nimmt der Autor Richard EHRENREICH gerne entgegen. (Mail: info@kameradschaft-mariapfarr.at)
Mein Dank ergeht an alle Personen die mir geholfen haben das Mosaik der Chronik zu verdichten. Stellvertretend für alle möchte ich mich besonders bei Othmar PURKRABEK für die Mithilfe und das konstruktive Feedback bedanken.

 
Abkürzungsverzeichnis:
Bgm. Bürgermeister
BH Bezirkshauptfrau/mann
Fhr Fähnrich
GF Geschäftsführender Obmann
Hptm Hauptmann
k.u.k.  kaiserlich und königlich
Obm Obmann
StvFhr Stellvertretender Fähnrich
StvHptm Stellvertretender Hauptmann
StvObm Stellvertretender Obmann
TMK/MK Trachtenmusikkapelle/Musikkapelle
vlg. vulgo = allgemein gebräuchlich = meist der Hofname
Wm Wachtmeister